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Bildungsstätte Alte Schule Anspach

Wir sind eine selbstverwaltete, basisdemokratische Bildungsstätte. Wir formulieren seit 1984 Angebote der politischen Jugendbildung, Jugendberufshilfe und Jugendberatung. Wir orientieren uns an emanzipatorischen Grundsätzen und treten in unserer Arbeit für Demokratie und Selbstbestimmung ein. basa Alta logoWir setzen uns für die Interessen von Jugendlichen ein. Unsere Bildungsstätte soll ein Ort sein, an dem Kinder- und Jugendbildung gelingen kann.

basa e.V. - Unsere Angebote:

Unser Tagungshaus bietet Gruppen eine freundliche und offene Bildungsumgebung.

Wir bieten Politische Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Fortbildungen für Multiplikator*innen, Lehrer*innen und Pädagog*innen.

Wir helfen jungen Menschen mit Unterstützungsangeboten an verschiedenen Schulen, mit Berufseinstiegsbegleitung, mit Beratungsangeboten, mit einem Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebot sowie der Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erwerben.

Unser Begegnungscafé in Anspach ist Beschäftigungs- und Qualifizierungsort für Jugendliche mit und ohne Migrationserfahrung. Hier kommen Alt und Jung bei leckerem Essen zusammen.

Unsere Jugendwohngruppe bereitet junge Menschen auf ein selbständiges Leben vor.

Ihre Ansprechpartner*innen

  • Tagungshaus
  • Politische Bildung
  • Schulprojekte
  • JUBA
  • Sprungbrett
  • Phönix
  • Café Hartel
  • Jugendwohngruppe
  • Geschäftsführung + Verwaltung
TH Team2     Für alle Fragen rund um Belegung und Buchung
unseres Tagungshauses stehen Ihnen
Kathleen Franz und Heike Proske zur Verfügung.

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Tel. 06081 91 27 314
Fax 06081 91 27 319

Team Politische Bildung

Carolin Bernhardt, Michelle Chávez,
Dr. Anna Maria Krämer, Elen Tsegaye Haile 

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Tel 06081 912 73 20
Fax 06081 912 73 29

Ansprechpartner:

Tugrul Ugur (Stierstadt)
tugrul.ugur[at]basa.de

Thomas Sydow (Oberursel und Friedrichsdorf)
thomas.sydow[at]basa.de

Barzan Kadir (Königstein)
barzan.kadir[at]basa.de

Andreas Sauer (Neu-Anspach)
andreas.sauer[at]basa.de

Ursel Oestreich
Tel. 06081 91273 15
ursel.oestreich(at)basa.de

Ulrike Hahn-Göcking
Tel. 06081 91273 34
ulrike.hahn-goecking(at)basa.de

 

Sprungbrett team
Projekt Sprungbrett

Harry Kasburg, Lorna Merkel, Alexandra Kraft, Martin Rohmfeld und Andreas Sauer, Jan-Eric Hofmann, Jürgen Maibach
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Tel. 06081 91 273-31 , -33
Fax 06081 91 273-39

Ursel

Ansprechpartnerin:
Ursel Oestreich
06081-9127315
ursel.oestreich(at)basa.de

Ulrike Hahn-Göcking
Catherina Okwuosa-Mpare

06081-9127316
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Bärbel Bimschas (Geschäftsführerin)
Tel. 06081 91 273 10
baerbel.bimschas(at)basa.de

Ines Dietzel (Verwaltung)
Tel. 06081 91 273 11
ines.dietzel(at)basa.de

Elen Tsegaye Haile (Verwaltung)
Tel. 06081 91 273 13
elen.tsegaye(at)basa.de

Menschen im Seminar

Seminarsituation 3Dies war der Titel eines Fachtages am 10.Oktober 2018 im Rahmen der Herbstsitzung der AdB Fachkomission Jugendbildung in der ‚Ländlichen Heimvolksschule e.V., Mariaspring. Im Fokus der Diskussion stand ganz die politische Bildner*in.

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Zum dritten Mal holten wir die Filmproduktion in den Taunus und produzierten mit 20 Jugendlichen in den Sommerferien 2018 einen Kurzfilmfilm über Liebe, Beziehungen und schwierige Entscheidungen. Emmy, die Protagonistin, verliert ihr Herz gleichzeitig an drei junge Männer, die unterschiedlicher kaum sein können: Ein begnadeter Sänger, ein athletischer Sportler und ein kluger Mechaniker konkurrieren um Emmys Liebe. Und Emmy fällt es nicht leicht, sich zu entscheiden. Sie sucht Rat bei ihrem Vater, der sie ermuntert, ihren Gefühlen nachzugehen um herauszufinden, wen sie am meisten mag. Und dabei lernt sie, dass Lebensentwürfe sehr unterschiedlich sein können.

„Emmy findet ihr Glück“ ist ein Film aus Tauny und eine Nacht. Große Gefühle finden ihren Ausdruck in starken Bildern, dynamischen Tänzen und leuchtenden Farben. Ganz nach Bollywood-Manier findet sich Emmy in einem Dilemma wieder. Es sind mehrere einzelne Liebesgeschichten, die zunächst unauflösbar in einem Konkurrenzverhältnis stehen. Soweit wie die großen Klassiker. „Emmy findet ihr Glück“ ist aber auch anders: Es sind nicht die armen Mädchen, die um die Liebe eines Prinzen ringen, der sie rettet soll.

Filme sind ein Spiegel der Gesellschaft. Unser Film verhandelt Geschlechterverhältnisse und deren mediale Inszenierung. Die Hauptfigur ist eine Frau, die aktiv ihr Glück sucht. In vielen Filmen sind Frauen oft passiv dargestellt, während Männer die Initiative übernehmen. Emmy ist anders. Dabei spielen auch ihre Eltern eine besondere Rolle. Während er Hemden bügelt, ermuntert der Vater Emmy, selbst aktiv zu werden. Auch erzählt er begeistert davon, wie er ihre Mutter kennenlernen, die bei einem Überfall mutig und engagiert die Räuber in die Flucht schlug.

Der Film entstand im Rahmen einer achttägigen Bildungsveranstaltung. Die Teilnehmenden mit und ohne Fluchterfahrungen diskutierten über Gesellschaft und welche Rollen Männern* und Frauen* zugeschrieben wird. Dabei stellte sich die Frage, was eigentliche realistische Geschlechterbilder und Beziehungskonzepte sind. Die jungen Leute diskutierten, was „romantisch“ ist und inwiefern Filme Vorstellungen und Wünsche suggerieren. Aus den Gesprächen heraus entwickelten die Teilnehmenden ein eigenes Filmkonzept, schrieben ein Drehbuch und setzten mit professioneller Unterstützung den Film um.

Von besonderer Bedeutung für die Filmgestaltung waren auch die unterschiedlichen Biografien der Teilnehmende. Jugendliche, die in Neu-Anspach und Umgebung aufgewachsen sind, tauschten sich mit Jugendlichen aus, die in anderen Teilen der Welt geboren wurden. Gerade in Hinblick auf Beziehungen und Freundschaften ergaben sich sehr spannende und lehrreiche Gespräche. So wurde etwa in Bezug auf körperliche Nähe zwischen Männern darauf hingewiesen, dass in Afghanistan oder Syrien etwa Umarmung, Händchenhalten usw. zwischen befreundeten und/oder verwandten Männern Usus ist, während es hier oft als homosexuell gedeutet und im Zuge dessen oft abgewertet wird. Die Teilnehmenden lehnten homophobe Ansichten ab. Ein Teilnehmer sagte: „Ich bin wegen meiner Meinung verfolgt worden und nach Deutschland geflohen. Andere Leute werden verfolgt wegen ihrer Liebe, weil sie homosexuell sind. Warum kann man die Leute nicht einfach leben lassen wie sie möchten?“

Am 1. September wurde der fertige Kurzfilm im Rahmen einer gut besuchten Premiere in den Räumen der Bildungsstätte der Öffentlichkeit vorgestellt. Familie, Freund*innen und Neu-Anspacher*innen hatten die Gelegenheit, die Regisseur*innen kennenzulernen, mit den Darsteller*innen zu sprechen und die Akteur*innen vor und hinter der Kamera zu interviewen. Der Film ist auf Wunsch der Teilnehmenden online nicht öffentlich verfügbar, wird auf Anfrage aber gerne zur Verfügung gestellt.

Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Taunywood-Filmprojekt geben. Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Paritätischen Bildungswerk Hessen e.V.

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Ihr Ansprechpartner:

 

adamstown radio

basa e.V. unterstützt das Filmprojekt Adamstown mit einer Live-Radiosendung "Western all inklusive" bei Tide.

we shall overcome

8 Jugendliche aus dem basa-Projekt "Sprungbrett" haben die Hauptschulabschlussprüfung geschafft, und dies mit teilweise sehr guten Noten. Darüber berichtete die Taunuszeitung in ihrer Ausgabe vom 18. Juni.

Zum Artikel der Taunuszeitung

Laubmännchen 2018 Ausschnitt2

Am 22.5. waren die Vorschulkinder des VzF-Kindergartens Taunusstraße zu Gast im Café Hartel und wurden dort von den jungen Menschen des Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekts FAIRWÄRTS liebevoll umsorgt. Die mitgebrachten Eier kamen dampfend als Rührei auf den Tisch - wie es seit langer Zeit Laubmännchenbrauch ist. Und nachmittags waren die Damen der Chorvereinigung Anspach zu Gast und labten sich ebenfalls an Eiern mit Speck oder saftigem Erdbeerkuchen.

Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt FAIRWÄRTS besteht nun schon zwei Jahren und ist beheimatet im Café HARTEL, Taunusstraße 9, Ortsteil Anspach. Junge arbeitslose Menschen werden hier in alle Bereiche der Gastronomie eingewiesen, erhalten individuelle Förderung in schulischen/sprachlichen Bereichen - und nach diversen Praktika gelingt es zum Großteil eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz zu finden.

Aktuell gibt es dadurch wieder freie Projektplätze für junge Menschen bis 27 Jahren, die den Gastronomiebereich kennenlernen und Unterstützung bei der Ausbildungsplatz- bzw. Arbietsplatzsuche erhalten möchten.

Das Café ist Dienstag bis Freitag (in den Sommerferien Dienstag bis Donnerstag) von 12:00 - 15:00 Uhr für Jede*n geöffnet, der in Wohlfühlatmospäre frisch gekochte Speisen verzehren und in ein nettes Gespräch kommen möchte.

Veranstaltungen:

  • FAIRWÄRTS mit internationalem Büffet auf dem Frühlingsfest der Krebsmühle am 27.05.18 von 12:00 - 18:00 Uhr
  • Brunch für 8,-- €  am 3.06.18 von 10:00 - 14:00 Uhr, Anmeldungen bitte unter 06081-9127315
  • Bilderwechsel in den Caféräumen am 15.06.18, 16:00 Uhr. Renate Keller aus Schmitten stellt ihre Arbeiten aus.
  • Begegnungsfest am 24.06.18 ab 17:00 Uhr in den Räumen des basa e.V., Schulstr.3, mit internationalem Büffet, Musik und Tanz und einem Flohmarktraum.

Zum Vormerken:

  • TAFEL DER VIELFALT am 16.09.18, 18:00 Uhr mit internationalem Büffet, großem Kultur-Begleitprogramm in Kooperation mit dem Hochtaunuskreis und Caritas im Rahmen der Interkulturellen Woche.

 

 

digitale bildungsarbeit

Wir luden Multiplikator*innen aus der Bildungsarbeit ein, sich mit Digitalisierung zu beschäftigen. 95% Prozent aller Jugendlichen besitzen ein Smartphone. Es ist für sie eine der wichtigsten Freizeitaktivitäten. Smarte Geräte und digitale Dienste sind ein Teil ihrer Lebenswelt. WhatsApp und Snapchat sind wichtige Orte der Kommunikation. Das Internet bietet zahllose Möglichkeiten des Austauschs, des Neu-Entdeckens und des Lernens. Bildungsarbeit kann an diese Potentiale anknüpfen, junge Menschen in ihren digitalen Suchbewegungen unterstützen und sich selbst neu erfinden.

Als Referent*innen, Moderator*innen und Seminarleitungen stehen wir einem undurchschaubaren Dschungel an technischen Möglichkeiten und Herausforderungen gegenüber. Bildungspraxis, die sich an der Lebenswelt junger Leute orientiert, möchte digitale Lebenswelten verstehen. Es gibt zahllose Apps, Tools, Geräte, die neue Partizipations- und Artikulationsmöglichkeiten bieten, deren sinnvolle Nutzung aber nicht immer so leicht ist. Dazu kommen noch Themen wie Hate Speech online, Datenschutz und Geldfragen.

Mit der Veranstaltung „Digitale Bildungsarbeit“ beschäftigten wir uns mit zentralen Themen von Digitalisierung und ihren gesellschaftlichen Herausforderungen. Dazu gaben wir einen Überblick, wie Jugendliche digitale Dienste nutzen und welche Bedeutung das für die Bildungspraxis hat. Dabei standen insbesondere auch didaktische und politische Fragen auf dem Programm. Unseres Erachtens nach darf Bildungsarbeit, die sich digitaler Tools bedient, nicht einfach belehrender und beurteilender Frontalunterricht in neuem Gewand sein. Digitale Bildungsarbeit in unserem Sinne mit einem kritisch-emanzipatorischen Verständnis heißt, kommunikative und kollaborative Aspekte digitaler Technologien in den Fokus der didaktischen Planung und des pädagogischen Handelns zu setzen. Auch ist es im Sinne von Inklusion nötig, die Unterschiedlichkeit hinsichtlich Nutzungsmöglichkeiten, -erfahrungen, -kompetenzen, -hürden und -barrieren mitzudenken. Es braucht in der Bildungsarbeit eine Reflektion von Geschlechterverhältnissen, Klassismus, Altersdiskriminierung und Barrierefreiheit und ein konsequentes Schaffen von Zugangsmöglichkeiten zu Bildung und Teilhabe. Wir möchten die Nutzung von Geräten, Diensten und Plattformen selbst als politische Frage verstehen, die es immer wieder neu auszuhandeln gilt. Die Art und Weise der Techniknutzung in der Bildungsarbeit ist kein Sachzwang sondern politische Entscheidungen. In diesem Sinne machen wir uns stark für die Einbindung von OER und Open Source in die Bildungsarbeit.

Im Anschluss beschäftigen wir uns praktisch mit drei konkrete Einsatzszenarien von Technik. Neben der Vorstellung von Tools für die technikgestützte Moderation und Teilnehmendenbetreuung (Mindmeister, Sli.do, Polleverywhere, Eveeno, LineUPR), diskutierten wir die Chancen von Apps und Plattformen für die partizipative Seminar- und Projektarbeit (Kahoot, Padlet, Wordpress, Trello). Anschließend stellten wir vier weitere Anwendungen vor, die das Kollaborative Arbeiten in Teams vereinfachen (Etherpad, Slack, HackMD, Appear.in).

Die Veranstaltung richtete sich an Multiplikator*innen der schulischen wie außerschulischen (politischen) Bildungspraxis. Die Folien der Veranstaltung stehen hier zum Download zur Verfügung. Bei der Nutzung beachten Sie bitte die entsprechenden Lizenzhinweise. Gerne bieten wir ein- und zweitägige Fortbildungen zu diesem Thema auch für andere Einrichtungen an.

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Ihr Ansprechpartner:

entgleist homepage

An Gleis 3 steht für Sie bereit: ICE 2238. Mit "Engleist" präsentiert basa e.V. ein neues Hörspiel zu Geschlechterverhältnissen.

Radio 2 JuSe1

„Über den Terrorismus in der Welt berichten!“ Nichts Geringeres war der Anspruch der Schüler der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule aus Darmstadt, die vom 27.-31.08.2018 in der basa eine Radio-Live-Sendung produziert haben. Das Seminar war das erste in einer Reihe von fünf Seminaren im Modellprojekt „Politisch motivierte Gewalt erforschen“, die diesen Herbst stattfinden werden. Angesichts der in den letzten Jahren erstarkten Wahrnehmung von Terrorismus als eine der größten Herausforderungen für unsere Demokratie und Gesellschaft, vermittelt das Projekt Jugendlichen einen reflektierten Umgang mit der Thematik. Sie lernen dabei mit kritischer Medienkompetenz Terrorismus zu verstehen und für Demokratie einzutreten. Damit Gefühle wie Angst und Bedrohung bei Jugendlichen nicht in Hass und Gewalt umschlagen, unterstützen wir sie mit dem Projekt darin, die gesellschaftspolitische Reichweite terroristischer Akte zu verstehen und ihnen so kritisch reflektiert zu begegnen. Zentrale Frage des Projektes ist, was Terrorismus und der mediale Diskurs über Terrorismus mit uns und der Demokratie in Deutschland machen.

Für die Jugendlichen aus Darmstadt war klar, dass diese Frage nur global zu beantworten sei. Terrorismus war für viele von ihnen Fluchtursache aus den Ländern ihrer Eltern, die sie aufgrund terroristischer Anschläge verlassen mussten. Die Chance in ihrer neuen Heimat im Radio sprechen zu können, wollten sie dazu nutzen genau das zu erklären – "vor allem denjenigen, die sie in Deutschland nicht haben wollen". Ein weiteres zentrales Thema waren für die Jugendlichen rassistische und islamophobe Zuschreibungen, die Teil ihrer alltäglichen Erfahrung mit den Folgen medialer Diskurse über islamistischen Terrorismus in Deutschland sind.

Die Sendung von der Darmstädter Schulklasse und auch die anderen Sendungen des Projektes können hier in voller Länge angehört werden.

Die Ergebnisse des Projektes, sowie die inhaltlichen und methodischen Erkenntnisse aus dem Projekt möchten wir allen Interessierten beim Fachtag "Terrorismus - Echt jetzt?" am 06.09.2019 in der Bildungsstätte Alte Schule Anspach in Neu-Anspach vorstellen. Sie sind herzlich eingeladen sich hier für den Fachtag anzumelden.

 

 

digiws beteiligungjetzt

Das Gemeinschaftsprojekt "jugend.beteiligen.jetzt" lud 16 Expert*innen ein, um innovative Ansätze für die digitale Jugendbeteiligung zu erarbeiten.
basa e.V. war mit dabei. digiws gruppe1Fachkräften aus dem Jugendbeteiligungskontext diskutieren oft, wie digitale Tools ganz konkret im Rahmen von Partizipationsmethoden eingebettet werden können. Um für diese Einbettungen neue und innovative Ideen zu entwickeln, hat jugend.beteiligen.jetzt 16 Expert*innen zu einem eineinhalbtägigen Expert*innen-Workshop nach Berlin eingeladen. Die Werkstatt war von der Methode des „Design Sprints“ inspiriert, bei der es darum geht, in kurzer Zeit vor allem kreative Ansätze anzudenken. Ziel war es, Ideen für Methoden digitaler Jugendbeteiligung unter freier Lizenz zu entwickeln, die Sie sowie alle Teilnehmenden im Nachgang der Werkstatt aufgreifen und weiterentwickeln können.

Angeregt durch sieben vorbereitete, stereotype analoge Szenarien der Jugendbeteiligung und kurze Inputs zu den Themen Coding, Making, ortsbezogene Dienste sowie Virtual und Augmented Reality (VR und AR), entwickelten die Teilnehmenden schnell konkrete Ideen für digitalisierte Prozesse.

Einige der diskutierten Themen und Ansätze waren:

  • Digitalisierung der Zukunftswerkstatt,
  • Tool-Kit für Jugendparlamente,
  • Formenwandler: grafische Ausdrucksformen für Jugendbeteiligung,
  • Einsatzmöglichkeiten von Smart Clothes,
  • Sozialraumgestaltung durch AR-Game.

digiws gruppe3Die Ergebnisse der Digitalisierungswerkstatt sind ein aktueller Arbeitsstand und sollen Grundlage für weiteren Austausch sowie Inspiration für die Praxis sein. Schon jetzt arbeiten wir von basa e.V. gemeinsam mit anderen Teilnehmenden an der Umsetzung der geplanten Projekte und beschäftigen uns intensiv mit geobasierten AR-Spielen. Alle Ergebnisse sind auf hackMD online verfügbar. 

Titelbild: Christian Kirschner, basa e.V. CC-BY-SA 3.0 DE;
weitere Bilder: Frank Segert / jugend.beteiligen.jetzt / CC BY-SA 3.0 DE

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Vom 2. bis 4. Mai 2018 veranstalteten basa e.V. das siebte Barcamp politische Bildung in Berlin. Rund 50 Fachkräfte diskutierten in zahlreichen Sessions zu Inklusion in die digitalisierte Gesellschaft.

Digitalisierung ist allgegenwärtig. Das Smartphone als steter Begleiter erscheint als fühlbares Zeichen einer vernetzten Welt, die neue Möglichkeiten, aber auch Anforderungen an uns mit sich bringt – in Alltag und Gesellschaft. Wie aber sehen die Zugänge aus, um an der digitalisierten Gesellschaft teilhaben zu können? Wer vernetzt sich mit wem oder was mit welchen Intentionen und Wirkungen? Wem bleiben dabei Zugänge welcher Art verschlossen? Inklusion in der digitalen Gesellschaft geht weit über Fragen zu barrierefreiem Internet hinaus. Die öffentliche Debatte über sowie Bildungsangebote zu digitalen Medien und Demokratie sind notwendig, um Teilhabe für alle zu schaffen. Wie können – zwischen schützender Gefahrenabwehr und aktivierender Gestaltung von Chancen – inklusive Bildungsansätze und ihre Ausgestaltung aussehen?

bcpb18 1Beim Barcamp stehen Lernen, Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt. Hier sind – im großen Handlungsfeld politische Jugendbildung – ganz unterschiedliche Erfahrungen und auch Problemstellungen angesprochen. Die Teilnehmenden brachten zahlreiche Sessions ein, um miteinander zu diskutieren, voneinander lernen zu können und neue Ideen und Projekte entwickeln zu können. Zunächst führte Michel Ariens in die Diskussion um Inklusion in die digitale Gesellschaft ein. Er ist seit März 2017 Campaigner und Social Media Manager bei Change.org, der größten Online-Kampagnenplattform der Welt. Er ist Experte für Video, Foto, Social Media, Storytelling & Barrierefreiheit und gibt sein Wissen in Workshops u.a. über Leidmedien.de weiter. Er engagiert sich als Online-Aktivist, Blogger und Speaker für Inklusion und gegen (mediale) Diskriminierung und ist Vorstandsmitglied & Pressesprecher des Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien (BKMF) e.V. Gemeinsam diskutierten wir, welche unserer Projekte bereits inklusiv seien und wo insbesondere in Hinblick auf Digitalisierung noch Nachholbedarf besteht.

Sessions zu „Inklusion in der digitalen Gesellschaft“ bot u.a. Lydia Böttcher an. Sie ist aktiv im Projekt Demokratielabore der Open Knowledge Foundation, beschäftigt sich seit ihrem Studium der Bildungswissenschaft mit der Teilhabe von Menschen an gesellschaftlichen Prozessen. In Bildungsarbeit sensibilisieren und verschiedene Dimensionen und Perspektiven in den Blick nehmen und stärken sind zentrale Punkte ihrer Arbeit. Wie sich dies mit Daten und digitalen Tools verknüpfen und stärken lässt, kann durch zahlreiche Projekte der OKF deutlich werden. Lydia sprach vor allem über die Potentiale von Big Data Analysen für politische Projekte rund um Inklusion in die digitalisierte Gesellschaft. Sie stellte Schulsanierungskarten, Demographiestudien entlang einer Buslinie, “Jede Schule”, Wheelmap, Broken Lifts und weitere Projekte vor. Auch diskutierte sie die emanzipatorischen Potentiale von empowernden Projekten wie etwa Speakerinnen, Heart of Code, Girls make Games.

bcpb18 2basa e.V. beteiligte sich aktiv mit eigenen Sessions. Christian Kirschner stellte etwa das Spiel „Die wunderschöne Stadt Belgien“ vor. Das Spiel beschäftigt sich mit der Glaubwürdigkeit von Daten und Information unter den Vorzeichen von Fake News und vermeintlicher postfaktischer Zeiten. Das Spiel legt den Fokus vor allem auf die Mechanismen, durch die Informationen wahr und glaubwürdig erscheinen und reflektiert kritisch die Nutzung Sozialer Medien. Bei reger Spielbeteiligung diskutierten die Teilnehmenden die Potentiale des Spiels für die politische Bildung. Das Spiel wird in Kürze als OER verfügbar sein. Ebenso stellte Christian Kirschner in einer Session didaktische Konzepte zum Themenkomplex Smart City vor und fragte, inwiefern sich das Thema zur Diskussion von Inklusion in der poltisichen Bildung eignet.

Anna Krämer präsentierte das Projekt „Politisch motivierte Gewalt erforschen“. Sie diskutierte mit anderen Interessierten die Herausforderungen bei der Thematisierung von Terrorismus und politisch motivierter Gewalt mit Jugendlichen im Rahmen von Seminaren der politischen Bildung.

Dana Meyer warf in einer Session die Frage auf, wie in Bildungsarbeit und -marketing eine diversitätssensible Bildsprache gefunden werden kann. Für Ausschreibungen, Berichte und Materialien sind wir stets auf Bilder angewiesen und das egal ob Print oder Digital. Viele Stockphotos sind stereotyp und bilden nicht Gesellschaft in ihrer Vielfalt ab. Es sind oft junge, normschöne Menschen zu sehen. In der Session diskutierten die Teilnehmenden engagiert über Möglichkeiten der nicht-stereotypen Bildsprache und stellten erste Überlegungen zu konkreten Fotoprojekten an. Auch wurde verhandelt, inwiefern Abstraktion eine Strategie des Umgangs sein könnte, wobei eine deutliche Gefahr besteht, Menschen durch Symbole zu ersetzen und die Probleme des Otherings und Stereotypisierens nur zu verschieben.

bcpb18 3Darüber hinaus gab es rund 30 weitere Sessions, unter anderem zu:

  • Fake News mit Green Screen
  • Inklusion mit Menschen mit Fluchterfahrung in der Bildungsarbeit
  • Daten in der Bildungsarbeit
  • Schule und Lehrkräfte in der politsichen Bildung
  • Erreichen neuer digitaler Zielgruppen
  • Webinare und eLearning
  • Dein erster Tag
  • Faire Honorare in der politischen Bildung
  • QR-Codes Ralleys
  • Filme in der politischen Bildung: dieWeltrettung.org
  • ARG Big Data
  • DarkNet
  • Zeitgemäße Beteiligungsformen
  • Fressen > Moral
  • Verschlüsselte Kommunikation
  • Soccer meets learning
  • Erklärfilm bcpb
  • Magic Internet Money
  • Programmieren und politische Bildung
  • Kollektives Arbeiten in der politischen Bildung
  • Swing und politische Bildung
  • Videospiele in der politischen Bildung
  • Hassrede im Netz
  • Kleine digitale Beteiligungstools
  • Technikgestützte Moderation
  • Geschlechterreflektierte Bildungsarbeit
  • Praxisvorstellung Openion

Der Sessionplan und die gesamte Sessiondokumentation findet sich auf der Projektseite bcpb.de. Die Fotodokumentation findet sich auf flickr.

Das Barcamp politische Bildung fand vom 2. bis 4. Mai 2018 im wannseeFORUM Berlin statt. Das bcpb ist eine Veranstaltung der Projektgruppe „Digitale Medien und Demokratie“ im Jugendbildungsprogramm des Arbeitskreises deutsche Bildungsstätten. Mitglieder der Projektgruppe sind neben basa e.V. auch das ABC Bildungszentrum, Begegnungsstätte Schloss Gollwitz, Bildungsstätte Kurt Löwenstein und Stiftung wannseeFORUM.

Save the date: Auch 2019 wird das bcpb stattfinden. Diesmal vom 7. bis 9. Mai 2019 bei uns in der Bildungsstätte Alte Schule Anspach.

 

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Auch in diesem Jahr fuhren Schüler*innen der Helmut-Schmidt-Schule im Rahmen unserer Reihe „Stätten deutscher Geschichte“ nach Weimar, um sich vor Ort mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Eine Frage sollte die Schüler*innen der 10. Klasse aus Usingen während dieser Woche die ganze Zeit begleiten: „Was hat die Geschichte des Nationalsozialismus mit mir zu tun?!“.

Nach einem Kennenlernen und einem kurzen, assoziativen thematsichen Einsteig, erlebten die Teilnehmenden am ersten Tag eine interaktive Stadtrallye durch Weimar, bei der sie auf historische Spurensuche zu Bezügen der NS-Zeit gingen.

Die dabei erarbeiteten ersten Impulse wurden am nächsten Morgen innerhalb eines Brainstormings zur Fragestellung „Was verbindet ihr mit dem Nationalsozialismus“ vertieft. Ziel war es dabei, die bereits vorhandenen Wissensbestände der Teilnehmenden zu aktivieren und sie für weitergehende Auseinandersetzungen zu mobilisieren. Nach einer ersten Clusterung der Begriffe konnten die Schüler*innen mit Hilfe zusätzlichen Materials wie Karten, Zeitleisten und Nachschlagewerken offene Fragen klären, ihr Schaubild ergänzen und für sich vervollständigen.

Zur weiteren Konkretisierung wurde ein kurzer Dokumentarfilm geschaut, analysiert und diskutiert. Anschließend wurden drei verschiedenen Workshopangebote vorgestellt und die Gruppe entsprecht aufgeteilte. Folgende Workshops wurden angeboten:

1) Das Leben jüdischer junger Menschen im Nationalsozialismus

In diesem Workshop ging es um eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Verfolgung jüdischer Menschen im Nationalsozialismus, der dahinterliegenden Ideologie des Antisemitismus und dessen Folgen im Nationalsozialismus, aber auch heute. Dabei kamen Methoden wie Steckbrief- und Filmanalysen, Selbstreflexionsmethoden, ein Memory-Quiz, kurze Inputs, Fallbeispielanalysen zur Erarbeitung von Handlungstransfers und kreative Methoden zur Erarbeitung eines resümierenden Statements zum Einsatz.

2) Von Ungleichwertigkeitsideologien betroffene, ausgegrenzte und verfolgte junge Menschen im Nationalsozialismus

Im Workshop 2 ging es um eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Situation diskriminierter und verfolgter Jugendlicher im NS. Dabei lernten die Teilnehmenden die verschiedenen Personengruppen, die Prozesse der Exklusion, sowie die Stufen der Verfolgung kennen. In diesem Zusammenhang wurde auch das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit thematisiert und ein Transfer zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskursen vorgenommen. Auch hier wurde mit Steckbriefanalysen, Selbstreflexionsmethoden und kleineren Inputs, aber auch mit Methoden der Wertebildung gearbeitet.

3) Widerstand Jugendlicher gegen den Nationalsozialismus

Im Workshop 3 beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Gruppen und Protagonist*innen des jugendlichen Widerstands gegen den NS. Dabei stand vor allem auch die Frage im Vordergrund – was macht einen Widerstand eigentlich aus? Wie kann man Widerstand leisten? Und: Wie grenzt sich Widerstand von anderen Begriffen wie „Rebellion“, „Revolution“, etc. ab? Methodisch wurde hier vor allem auf Recherche, Selbstreflexionsübungen, kleinere Inputs und Diskussionen zurückgegriffen

Der nächste Tag bestand aus der Besichtigung der Gedenkstätten Buchenwald. Noch vor der Anreise erfolgte einer erste Foto-Assoziationsübung, um in die Gedenkstätte einzuführen. Es folgte eine Führung über das Gelände, die von allen Teilnehmenden als außerordentlich eindrucksvoll wahrgenommen wurde. Besonders dadurch, dass der Guide immer wieder Bezug zur Situation junger Menschen im KZ nahm. Nach einer kurzen Mittagspause vor Ort erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheiten zur eigenen Erkundung des Geländes sowie zum Besuch der neuen Dauerausstellung. Hier konnten sie auch den Rechercheaufgaben aus den Workshops nachgehen.

Am Abend wurden verschiedene Reflexionsangebote zur Verfügung gestellt, die den heterogenen Bedürfnissen aller entgegenkommen sollten. Angeboten wurden parallele Räume des Sprechens & Diskutierens, des individuellen, kreativen Ausdrucks sowie des fachlichen „Fragenstellens“ an den Experten. Die Rechercheaufgaben wurden am folgenden Tag in den Kleigruppen aufgearbeitet und die Workshophase im Sinne des Handlungs- und Lebenswelttransfers abgerundet. Anschließend erfolgte eine kurze Präsentationsphase im Plenum, an die eine ausführlichen Reflexions- und Feedbackrunde anschloss.

Das Feedback der Schüler*innen fiel, trotz der anstrengenden und auch emotionalen Tage durchweg positiv aus. Es war ein intensive, aber lehrreiche Woche für Alle. Und am Ende stand für die Teilnehmende eindeutig fest: „Ja, ich habe was mit der Geschichte des Nationalsozialismus zu tun!“

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