Schwerpunkt: Kritische historische Bildung

Die Forderung, dass „Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung“. Dieser Satz des Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno bildet bis heute ein wichtiges Kriterium für die Auseinandersetzung mit politischen Prozessen.

Kritische historische Bildung zielt auf eine kritische Beschäftigung mit Herrschaft, Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus ab. Sie hat Wissenserwerb, die reflektierte Distanz und die Möglichkeit eines Perspektivenwechsel zum Ziel. Über die historische Auseinandersetzung wird die Kontinuität von Ideologien der Ungleichwertigkeit bis heute sichtbar und die Teilnehmenden dafür sensibilisiert.

Mit unseren Gedenkstättenfahrten möchten wir Jugendlichen deutsche Geschichte erfahrbar machen und sie für die daraus erwachsende politische Verantwortung sensibilisieren. Wir bieten politische Bildungsseminare zum Nationalsozialismus an und organisieren Exkursionen zu „Stätten deutscher Geschichte“. In der Seminararbeit „vor Ort“ begeben wir uns auf Spurensuchen zur deutschen Geschichte, informieren, geben Gelegenheit zur Diskussion und zur kritischen Reflexion und stellen Bezüge zu aktuellen politischen Debatten her. Auch hier ist uns ein lebensweltnaher Zugang sehr wichtig, um die Alltäglichkeit des Geschehens zu diskutieren. Besonderen Wert legen wir auf die Dokumentation der Arbeitsergebnisse, wobei wir auf klassische wie digitale Medien zurückgreifen.

Da gerade die Themen Holocaust und Nationalsozialismus Jugendliche emotional überwältigen können, sind uns auch hier die Grundlagen der Frankfurter Erklärung besonders wichtig. Die Erklärung zielt auf ein kritisch-emanzipatorisches Selbstverständnis Politischer Bildung, das sich im Sinne der Aufklärung und Sensibilisierung für Diskriminierung an einer demokratisch politischen Herangehensweise orientiert. Uns ist vor allem eine multiperspektivische Herangehensweise wichtig, um über die Geschichten von Täter*innen, Opfern und Zuschauer*innen des Nationalsozialismus auch über Widerstand und Flucht zu sprechen und somit vereinfachende Bilder und Analogien zu vermeiden.

Ihre Ansprechpartner*innen

anna kraemer webDr. Anna Maria Krämer
Referentin für politische Bildung
Fokus: Diversität

Tel. 06081 912 73 23
Fax 06081 912 73 29

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Michelle Chávez c

Michelle Chávez
Referentin für Politische Bildung

Tel. 06081 91 273 22
Fax 06081 91 273 29

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