Team

  • Anna Maria Krämer
  • Christian Kirschner
  • Elen Tsegaye Haile
  • Dana Meyer

AnnaAnna Maria Krämer

Referentin für politische Bildung
Fokus: Diversität

Tel. 06081 912 73 23
Fax 06081 912 73 29

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ChristianChristian Kirschner

Referent für politische Bildung
Fokus: Digitalisierung

Tel. 06081 912 73 21
Fax 06081 912 73 29

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beispiel
Verwaltung

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Dana

Dana Meyer

Referentin für politische Bildung
Fokus: Ungleichwertigkeitsideologien

Tel. 06081 912 73 22
Fax 06081 912 73 29

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Politische Bildung

Eine wichtige Säule der Arbeit der basa bilden die Veranstaltungen der politischen und kulturellen (Jugend-)Bildung. Mit unserer kritischen politischen Bildungsarbeit wirken wir darauf hin, insbesondere junge Menschen bei ihren Suchbewegungen in unserer Gesellschaft zu unterstützen, sie zur Selbstorganisation zu befähigen und in ihrer Kompetenz zu stärken an der Gesellschaft politisch und sozial teilzuhaben. Die Bildungsangebote richten sich sowohl an Jugendliche, junge Erwachsene und Schulklassen, als auch an Multiplikator*innen, Lehrer*innen und Pädagog*innen.
Schwerpunkte unserer politischen Bildungsarbeit sind die Bereiche:

• Digitalisierung – Vermittlung eines kritischen Umgangs mit Medien und von Kenntnissen, die eine selbstbestimmte Mediennutzung ermöglichen
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Schwerpunkt: Diversität

Diversitätssensible Bildungsarbeit setzt in unseren Augen ein politisches Verständnis von Diversity voraus. Danach ist unsere Gesellschaft durch vielfältige Macht- und Herrschaftsverhältnisse strukturiert. Unterschiede zwischen den Mitgliedern unserer Gesellschaft sind trotz des Anspruchs auf ein multikulturelles Zusammenleben nicht egal. Im Gegenteil: Sie artikulieren sich im täglichen Zusammenleben durch Ein- und Ausschlüsse aufgrund von sichtbaren und unsichtbaren Identitätsmerkmalen, wie Geschlecht, Religion, sozialer oder kultureller Herkunft, Staatsangehörigkeit, ‚Hautfarbe‘ und ‚Rasse‘, Alter und körperlicher Befähigung etc.

Um diese verschiedenen Formen gesellschaftlicher Diskriminierung nicht als getrennt voneinander vorkommende Phänomene, sondern als sich überschneidend zu verstehen, entwickelten die US-amerikanischen Schwarzen Feministinnen Kimberley Crenshaw, Patricia Hill Collins und bell hooks das Konzept der Intersektionalität. Die konkreten Diskriminierungserfahrungen ergänzen sich danach nicht einfach, sondern ‚überqueren‘ sich angesichts der individuellen Erfahrungen der einzelnen Subjekte immer neu. Dieses Verständnis umfasst somit immer sowohl die strukturelle Ebene von Diskriminierung als Stigmatisierung bestimmter Gruppen als auch das Verständnis, dass von dem konkreten Akt der individuelle Mensch in seiner ganz besonderen Identität betroffen ist (vgl. Iris Marion Young). Es erscheint uns somit als notwendig die vielfältigen Unterdrückungs- und Diskriminierungsformen, wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Klassismus etc., als ineinander verwoben zu denken. Entgegen eines ökonomischen Verständnisses von Diversität geht es nicht darum die ‚bunte‘ Vielfalt einer bestimmten Gruppe zu zelebrieren und in Wert zu setzen, sondern darum Hierarchien und Machtbeziehungen, Ausschlussmechanismen und Privilegien etc. zu benennen, zu reflektieren und abzubauen. Universelle Rezepte erscheinen für ihre Erfassung und Überwindung als gänzlich ungeeignet.

Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich in einer Phase der intensiven Auseinandersetzung mit Identität. Diskriminierungen, Identitätszuschreibungen und – fixierungen von außen werden in dieser Lebensphase nicht nur als besonders verletzend empfunden. Vielmehr schreiben sie sich über deren Internalisierung tief in die sich in dieser Lebensphase herausbildenden Subjekte ein und bestimmen und begrenzen damit deren Entwicklungsmöglichkeiten.
Eine politisch verstandene diversitätssensible Bildungsarbeit zielt hingegen darauf ab, dass jede*r in ihrer Gleichheit und Vielfalt an allen gesellschaftlichen Ressourcen, sei es materiellen, sozialen, kulturellen, institutionellen etc., in gleicher Art und Weise teilhaben kann und als gleichwertiger Teil der Gesellschaft anerkannt wird (vgl. Czollek/Perko/Weinbach 2011: 260). Sie muss demnach versuchen kulturelle Muster und Stereotype zu durchbrechen, welche die gesellschaftlichen Vorstellungen davon was normal ist und was nicht prägen. Gleichzeitig erstrebt sie eine Demokratisierung des Zugangs zu gesellschaftlichen Ressourcen.
Mit unseren Seminarangeboten im Bereich der diversitätssensiblen Politischen Bildung geht es uns darum einerseits die Sichtbarkeit der vielfältigen sich überschneidenden Formen von Diskriminierung aufgrund von Identitätszuschreibungen zu erhöhen und andererseits (eigene) Privilegien einer kritischen Reflexion zu unterziehen. Dabei knüpfen wir an die individuellen Erfahrungen der Teilnehmer*innen an und verdeutlichen gleichzeitig die strukturelle Ebene von Diskriminierung. Auf diese Art und Weise arbeiten wir der Tendenz entgegen, dass Zuschreibungen durch eine individualisierte Wahrnehmung der Verantwortung internalisiert werden. Durch die angeleitete spielerische Erforschung von diskriminierenden Situationen und des Ausschlusses sollen gemeinsam Wege des Widerstands gegen Diskriminierung und zu einer partnerschaftlichen Solidarität mit Menschen die aufgrund von Identitätszuschreibungen Diskriminierung erfahren gefunden werden.

Infos und Kontakt:

Dana Meyer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 06081 91273-22

Anna Krämer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 06081 91273-23