Spielend lernen?! - Mini-LARPs als Methode der schulischen & außerschulischen Bildung

spielfiguren

In der Bildungsarbeit sind wir häufig mit dem Problem konfrontiert mitunter sehr komplexe Themenfelder in kurzer Zeit vermitteln zu wollen oder - wenn wir an die schulische Bildungspraxis denken - auch zu sollen. Dazu kommt noch die Schwierigkeit, dass Teilnehmende/Schüler*innen oftmals keinen Zugang zu bestimmten Themenfeldern finden, da sie keinen lebensweltlichen Bezug erkennen können.
Eine Möglichkeit diesen Zugang zu schaffen, bieten selbst erlebte (und emotionale) Erfahrungen. Diese können mithilfe von szenischen Spielen, Rollenspielen und theaterpädagogischen Elementen aktiv in den Lehrprozess eingebunden werden. Summiert man diese Aspekte und bringt sie in Zusammenhang mit (Jugend-)kulturellen Interessen wie Sciene Fiction-, Fantasy oder auch lebensweltlichen Geschichten, wie sie in populären Videospielen, Filmen und Serien dargeboten werden, können sich sogenannte „Mini-LARPs“ generieren, die als innovative Methode die eigene Bildungspaxis erweitern und bereichern können.

Mini-LARPs (LARP=Live Action Roleplay) sind in der Regel ein- bis vierstündigen Rollenspiele und bieten für die Teilnehmenden vorgefertigte Rollen in einem von der Spielleitung bestimmten Setting. In der Regel werden keine Kostüme oder Requisiten benötigt und als Spielort reicht meist ein einfacher Seminarraum. Ziel der Mini-LARPs ist es, in kurzer Zeit und mit wenig organisatorischem Aufwand ein intensives Spielerlebnis zu erreichen, indem eine gemeinsame sehr emotionsfokussierte Geschichte gespielt wird. Dadurch wird ein Erfahrungsraum geöffnet, in dem Bildungsinhalte erlebt werden können. Eine abschließende Reflexion ist wesentlicher Bestandteil des Formats, da sie in Ergänzung zu den Eindrücken des Spiels nachhaltige Bildungserfolge generiert. Durch theaterpädagogische Übungen zu Beginn des Mini-LARPs werden die Teilnehmenden auf das Setting eingestimmt. Durch den spielerischen Ansatz ist es möglich, Teilnehmende für Themen zu sensibilisieren und zu interessieren, zu denen sie sonst keinen Zugang bekämen.

Ziel dieser Fortbildung ist es, das didaktische Konzept des Mini-LARPs kennen zu lernen. Es werden einige bereits produzierte und erprobte Mini-LARPs vorgestellt und mit den anderen Seminarteilnehmenden ausprobiert. In einer anschließenden Reflexionseinheit werden die Spiele kritisch betrachtet und hinsichtlich der Anwendungsmöglichkeiten und Praxistauglichkeit im Plenum diskutiert. Darüber hinaus stellt die Fortbildung aber auch einen Workshop zum Erstellen eigener Spiele dar. Es werden Grundlagen der Entwicklung erlernt und Konzepte für die eigene Bildungspraxis und die damit verbundenen Themen erarbeitet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Spiel gemeinsam zu testen.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Dana

Dana Meyer

Referentin für politische Bildung
Fokus: Ungleichwertigkeitsideologien

Tel. 06081 912 73 22
Fax 06081 912 73 29

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Die Veranstaltung im Überblick

Veranstaltungsbeginn 02.03.2018
Veranstaltungsende 04.03.2018
Anmeldeschluss 23.02.2018
Teilnahmebeitrag 50,00 €
Zielgruppe Lehrkräfte, Multiplikator*innen, Pädagog*innen
Seminarleitung Dana Meyer
Verpflegung Vollverpflegung
Veranstaltungsort
Bildungsstätte Alte Schule Anspach
Schulstraße 3, 61267 Neu-Anspach, Deutschland
Bildungsstätte Alte Schule Anspach
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50,00 € 5

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