Online-Workshop: Kolonialismus und Hilfe

Weltkarte 180 HP

Kolonialismus und Entwicklungs- sowie humanitäre Hilfe: Das geht für viele auf den ersten Blick nicht zusammen! Doch die Geschichte von beiden ist – sowohl auf Ebene der Ideen als auch auf struktureller und personeller Ebene – eng verbunden. So entsteht die Vorstellung davon was Entwicklung bedeutet, parallel zur kolonialen Eroberung der Welt. Die vermeintliche Überlegenheit des so genannten ‚zivilisierten Europas‘ wird gerade auch über das Bild des helfenden Europas hergestellt (vgl. Dhawan 2009). Und Hilfe, etwa gegen Sklaverei oder ‚despotische Herrschaft‘, war zentrales Argument bei der Rechtfertigung der Kolonisierung und Unterwerfung nicht-europäischer Gesellschaften. Strukturelle Kontinuitäten werden etwa dort sichtbar, wo die kolonialen Verträge nach der Unabhängigkeit durch Kooperationsverträge ersetzt wurden, die die Abhängigkeit weiter aufrechterhielten.

Auch heute wird über das Helfen zwischen Globalem Norden und Globalem Süden immer das Machtverhältnis zwischen Helfenden und Hilfsbedürftigen deutlich. Die Privilegien der einen sind spätestens dann sichtbar, wenn es darum geht, dass die ‚Helfenden‘ mit ihren Pässen Grenzen mühelos überwinden, während die ‚Hilfsbedürftigen‘ ihr Leben dafür aufs Spiel setzen, um diese überschreiten zu können.

Wir fragen uns in diesem Workshop:

  • In welchem Verhältnis stehen Kolonialismus und Hilfe zueinander?
  • Warum helfe ich?
  • (Wie) ist solidarische Hilfe jenseits von paternalistischer Bevormundung möglich?

Diesen Fragen gehen wir in diesem Workshop mit Inputs, Diskussion und Übungen, die zur Reflexion der eigenen Haltung einladen, nach. Der Workshop setzt eine Bereitschaft zur Selbstreflexion voraus.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit sea-eye e.V. statt

Zu den Referent*innen:

Dr. Anna Maria Krämer ist Referentin für politische Bildung bei basa e. V. Die studierte Politikwissenschaft sowie frankophone und hispanophone Literaturen an Universitäten in Frankfurt, Caracas und Kassel. Mit ihrer Dissertation legte sie eine postkoloniale Kritik der Darstellungen afrikanischer Staatlichkeit im euro-westlichen Diskurs über Afrika vor. Bei basa e.V. bringt sie ihre Perspektive auf postkoloniale, feministische und intersektionale Theorie in die Bildungspraxis didaktisch ein. Schwerpunkte ihrer Arbeit als Referentin sind die Bereiche diversitätssensible und diskriminierungskritische Bildung, kritische historische Bildung sowie Digitalisierung.

Toma El-Sarout ist freier Referent für politische Bildung und arbeitet unter anderem für basa e.V. und cultures interactive e.V. Er studierte Politik des Nahen und Mittleren Ostens in Marburg und´Kairo und besucht derzeit einen Masterstudiengang der Humangeographie in Frankfurt/Main. Schwerpunkte seiner Bildungsarbeit sind die Bereiche der rassismuskritischen Bildung, antimuslimischer Rassismus, kritische historischen Bildung sowie Rechtsextremismusprävention.

Anmeldung ist nur über sea-eye möglich

Eure Ansprechpartnerin bei basa e.V.

anna kraemer web Dr. Anna Maria Krämer
Referentin für politische Bildung
Fokus: Diversität

Tel. 06081 912 73 23
Fax 06081 912 73 29

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Die Veranstaltung im Überblick

Veranstaltungsbeginn 27.03.2021 10:00
Veranstaltungsende 27.03.2021 16:00
Teilnahmebeitrag kostenfrei
Zielgruppe Politische Bildner*innen, Multiplikator*innen, Entwicklungshelfer*innen und Beschäftige und Engagierte aus der humanitären Hilfe sowie alle Interessierten
Seminarleitung Dr. Anna Maria Krämer, basa e.V.
Referent*innen Dr. Anna Maria Krämer, Toma El-Sarout
Förderer basa e.V. ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung

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