Empowerment in einer neuen Lebenswelt - Ein Workshop für Mädchen und junge Frauen mit Fluchtbiografie

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Ein Drittel aller Schutzsuchenden, die nach Deutschland einreisen, sind Frauen, darunter auch viele Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 27 Jahren. Dennoch werden sie bislang nur wenig von außerschulischen Bildungsangeboten erreicht, insbesondere wenn diese frei beworben sind und daher nicht als Schutzraum betrachtet werden könne. 

Mit unserem Seminarangebot richten wir uns daher ausdrücklich an diese Zielgruppe: Mädchen und junge Frauen, die mit oder ohne ihre Familie nach Deutschland geflüchtet sind. Ihn soll in diesem Seminar einen expliziten Raum und Ort für einen geschützten Austausch ermöglicht werden.

Mädchen und junge Frauen mit Migrationsbiografie oder Fluchterfahrung stehen hier vor der Herausforderung, sich neu orientieren zu müssen. Sie müssen nicht nur ein fremdes Gesellschaftsmodell, ein politisches, Bildungs und Gesundheits- System kennenlernen und sich darin verorten sondern zusätzlich ihre Rolle als/im Übergang zur Frau neu überprüfen oder definieren. Darüber hinaus müssen sie Wege finden, ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Ausgleich der beiden Kulturen zu führen. Der Neuanfang führt in der Regel zu Verunsicherung.

Der Alltag bietet nicht den sicheren Handlungsraum, um die Fragen der Neuorientierung aufzugreifen: Wer bin ich? Wie möchte ich Leben und wie sollte eine Gesellschaft aussehen, in der ich mich wohl und sicher fühle? Wie nehme ich mein derzeitiges Leben in Deutschland wahr? Was verbinde ich mit einem "guten Leben" und was brauche ich dazu? Was erwarten andere von mir? Welche Träume, Fantasien und konkreten Schritte werden mein Leben bestimmen? Wie kann ich in Deutschland ein selbstbestimmtes Leben führen und welche Ressourcen brauche ich dafür? Wie kann ich mich sicher im öffentlichen Raum bewegen und meinen Platz einnehmen? Usw.

In diesem zweieinhalbtägigen Workshop soll ein Raum geschaffen werden, der Zeit und Angebote zur Auseinandersetzung mit eben diesen Fragen bietet. Die Potentiale und Ressourcen geflüchteter Mädchen und junger Frauen werden multimethodisch und diversitätssensibel sichtbar gemacht und gestärkt. Wege in ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben werden aufgezeigt und individuell erarbeitet. Das Kennenlernen diverser Lebensentwürfe, erweitern die Perspektive der Teilnehmerinnen über das bisher Gekannte hinaus.

Dieses Angebot berücksichtigt ausdrücklich die Teilhabe und den Selbstausdruck von Sprachanfängerinnen.

Methodisch arbeiten die erfahrenen Referentinnen mit Inputs und einer Vielzahl non-verbaler Übungen und Einheiten, die den Selbstausdruck der jungen Frauen ermöglichen. Empowerment auch in Form einer Selbstbehauptungseinheit stehen im Zentrum.

Die Veranstaltung im Überblick

Veranstaltungsbeginn 25.05.2018
Veranstaltungsende 27.05.2018
Teilnahmeplätze 20
Anmeldeschluss 29.04.2018
Teilnahmebeitrag kostenfrei
Zielgruppe Mädchen und junge Frauen mit Fluchtbiografien
Seminarleitung Dana Meyer, Referentin für politische Bildung, basa e.V., Tel.: 06081/9127322, Mail: dana.meyer@basa.de
Referent*innen Nikola Poitzmann und Angela Khosla-Baryalei vom Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD) des Hessischen Kultusministeriums
Verpflegung Vollverpflegung, gern auch vegan, vegetarisch, etc. (Bitte bei Anmeldung angeben)
Kinderbetreuung Auf Anfrage
Veranstaltungsort
Bildungsstätte Alte Schule Anspach
Schulstraße 3, 61267 Neu-Anspach, Deutschland
Bildungsstätte Alte Schule Anspach
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