Das Projekt „Sprungbrett Sprache“ ergänzt das „Projekt Sprungbrett“ um eine gezielte berufsqualifizierende Sprachförderung für Teilnehmer:innen, deren Deutschkenntnisse für ein erfolgreiches Einmünden in den Ausbildungsmarkt (noch) nicht ausreichen.

Der Unterricht findet sowohl als handlungsorientierte Deutschförderung mit Schwerpunkt auf grammatikalische, orthografische und textrelevante Kompetenzen als auch als sprachsensible Unterstützung im Arbeitslehreunterricht statt. Hier steht die Vertiefung der fachsprachlichen Kompetenz sowie die Erarbeitung bildungssprachlicher Strukturen und Ausdrücke im Vordergrund.

Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, die jungen Menschen in ausbildungsrelevanten Modellsituationen zu schulen, ihre praktischen Sprachkenntnisse zu verbessern und damit die Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verbessern.

Die Teilnahmedauer beträgt in der Regel ein Jahr; sie kann bei Bedarf auf zwei Jahre erweitert werden.

Das Projekt verfügt über zehn Plätze für Teilnehmer:innen aus dem Projekt Sprungbrett.

Weitere Informationen (Flyer) finden Sie hier.

Das Projekt findet statt im Rahmen des Landesprogramms „Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus“ (BQS+).

Gefördert von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen.

 

Weitere Informationen

Erfolge durch gezielte Sprachförderung im Rahmen des Programms BQS+.

Neun von neun beim Schulamt angemeldeten Teilnehmer:innen erreichten ihren Abschluss im Jahr 2024. Bei einer weiteren Teilnehmerin konnte ein im Ausland erworbener Schulabschluss anerkannt werden. Eine Teilnehmerin wurde erfolgreich, ihrem Hauptschulabschluss entsprechend nachbeschult. Anschließend erfolgte über ein Praktikum die Weitervermittlung in eine Ausbildungsstelle. Zwei Teilnehmer konnten ohne Hauptschulabschluss in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Von den 9 Schüler:innen, die den Abschluss erworben haben, konnten vier in Ausbildung und ein Teilnehmer in die weiterführende Schule vermittelt werden.

Zwei von den 9 Teilnehmer:innen die einen Hauptschulabschluss erreicht haben, wurden durch das BQS+ Projekt zusätzlich sprachlich gefördert und konnten erfolgreich eine Ausbildung antreten. Zwei weitere BQS+ Teilnehmer:innen konnten direkt in Arbeit vermittelt werden. Eine Teilnehmerin, die bereits einen Schulabschluss hatte, konnte sprachlich so weit gefördert werden, dass sie eine Ausbildungsstelle beginnen konnte.

Im Jahr 2025, haben 12 von 12 angemeldeten Teilnehmer:innen den Hauptschulabschluss erfolgreich bestanden, davon hatten zur Vorbereitung 4 Teilnehmer:innen am BQS+ Projekt teilgenommen. Von den 12 Teilnehmer:innen, die den Abschluss im Projekt erzielt haben, konnten 8 in Ausbildung, 2 in den ersten Arbeitsmarkt und 2 in weiterführende Schulen vermittelt werden. Alle 4 BQS+ Teilnehmer:innen haben erfolgreich eine Ausbildung, bzw. eine Arbeitsstelle erhalten.

Das BQS+ Sprachförderprojekt hat einen großen Anteil an dem Erfolg des Sprungbretts. Fehlende Deutschkenntnisse sind das größte Hindernis, sowohl im Erwerb des externen Hauptschulabschlusses als auch in der Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche. Durch die gezielte Sprachförderung im beruflichen Kontext, konnten die die Teilnehmer:innen sich insgesamt höher qualifizieren, als es ohne BQS+ möglich gewesen wäre.

Im Schuljahrgang 2025 / 2026  sind alle 10 Teilnehmenden zusätzlich am BQS+ – Projekt angegliedert um ihr Sprachniveau zu verbessern. Dies liegt zum Einen an dem größer werdenden Bedarf nicht versorgter Schüler:innen aus den Intea- / DaZ-Klassen welche ohne Abschluss die Regelschulen / Berufsschulen verlassen.

Zum Anderen aber auch daran, dass die BQS+ Module durch ihre erwiesene Wirksamkeit einen festen Bestandteil in unserem zweijährigen Schulkurs haben und von der Klientel dankbar angenommen und genutzt werden.

BQS+ Kontakt

Ansprechpartnerin:
Leonie Theuerkauf
leonie.theuerkauf@basa.de